Wir zahlen nicht eure Krise!
"Wir zahlen nicht eure Krise", hieß es am 28. März in Berlin und Frankfurt. In der Hauptstadt beteiligten sich rund 30.000 Menschen auf vielen unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Gruppierungen an den Protesten, um für eine solidarische Gesellschaft in Zeiten der Weltwirtschaftkrise zu demonstrieren. Besonders wurden die Regierungen dafür kritisiert, dass sie unvorstellbare Summen in den Erhalt der Bankensysteme pumpen und dabei gigantische Schuldenberge anhäufen. Die Zeche müssten alle bezahlen, auch wenn die Krise längst wieder vorrüber ist. Kapitalismus als Krankheit, nicht als Patient. Doch im Moment stehen alle noch am Anfang der Abwärtsspirale. Es war ein bunter und vielfältiger Protest in Berlin, der sich von polizeilichen Übergriffen, am Ende des Marsches nicht ins schlechte Licht rücken ließ. Es scheint, als habe nicht nur die Krise gerade erst begonnen, sondern auch die Proteste. In Grossbritannien und Österreich gingen zeitgleich ebenso zehntausende auf die Straße.